Google TV: Logitech plant keinen Nachfolger für Set-Top-Box Revue

Im Rahmen der IFA 2010 kündigte Google Ex-CEO Eric Schmidt den Start von “Google TV” für das Jahr 2011 an. In den Vereinigten Staaten ging das “Fernsehen der nächsten Generation” schon im Herbst 2010 an den Start, verkauft sich aber offenbar nur sehr schleppend. Als Hardware-Partner konnte Google derzeit Logitech und Sony gewinnen. Logitech stellte die Set- Top-Box Revue vor, die mit der Google- TV-Software lief, Sony integrierte den Dienst in einige TV-Geräte. Logitech springt nun als erster Partner wieder ab. Grund: Die schlechten Verkäufe der Set-Top-Box, die in den USA für rund 300 US-Dollar eingeführt wurde, aktuell aber nur noch 99 US-Dollar kostet. Die Box brachte Logitech einen Verlust von rund 100 Millionen US-Dollar ein und kostete darüber hinaus dem Ex-CEO Gerald P. Quindlen den Job. Die Schuld an dem grandiosen Misserfolg trägt dem aktuellen CEO De Luca zufolge Google. Die Software sei längst nicht fertig und befinde sich noch im Beta-Stadium. Logitech sei zwar davon überzeugt, dass das System irgendwann Erfolg habe werde, man wolle sich jedoch erstmal nicht weiter an der Entwicklung beteiligen.
USA: Die wichtigsten TV-Sender sperren Google TV aus
Neben dem normalen TV-Programm können Google TV-Nutzer auch auf bestimmte Online-Video-Services wie Googles YouTube oder Amazons Video-on-Demand zugreifen. Auch die Anwendung von Android-Apps auf dem TV-Gerät wird künftig möglich sein. Der Adobe Flash Player 10.1 ist direkt in den Google TV eigenen Chrome-Browser integriert, damit auch in Websites eingebettete Videos wiedergegeben werden können. In den USA sind die wichtigsten TV-Sender nicht über Google TV erreichbar. Die TV-Produzenten weigern sich noch, mit Google zusammenzuarbeiten. Um Google TV nutzen zu können, ist entweder ein entsprechendes TV-Gerät oder eine Settop-Box nötig. Nutzer können das Gerät optional auch mit ihrem Android-Smartphone bedienen. (ok)



