Wertung der Redaktion:8/10
"Für eingefleischte God of War-Fans führt kein Weg an der neuen Collection vorbei"
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Test: God of War Collection II - Der Spartaner im Doppelpack

Test: God of War Collection II - Der Spartaner im Doppelpack
Sony bringt den Spartaner Kratos mit der God of War Collection II gleich im Doppelpack auf die PlayStation 3. Lesen Sie jetzt unseren Test zum Spiel.

Mit den HD-Collections hat Sony vor einiger Zeit die Möglichkeit geschaffen, alte Klassiker von der PS1 und PS2 in einem aufgehübschten Gewand in HD- und 3D-Grafik auf der PS3 erleben zu können. Mit der God of War Collection II können Fans nun auch PSP-Titel auf der HD-Konsole erleben. Die neue Kollektion enthält die beiden Titel God of War: Chains of Olympus, welches damals als Meilenstein in Puncto Handheldgrafik galt, und das noch relativ neue God of War: Ghost of Sparta. Beide Titel wurden für ihr Debüt auf der PS3 überarbeitet: Neben einer verbesserten HD-Optik können die brachialen Schlachten nun auch in stereoskopischem 3D erlebt werden. Nachdem Sony bereits im vergangenen Jahr die beiden PS2-Klassiker God of War I und II als HD-Collection für die PS3 auf den Markt gebracht hat, sind nun alle God of War-Titel auf der Konsole verfügbar. Das etwas ältere GoW: Chains of Olympus erzählt dabei die Geschichte vor dem ersten Teil. Das 2010 auf den Markt gekommene GoW: Ghost of Sparta gilt hingegen als Verbindungsstück zwischen dem ersten und dem zweiten Teil. Ob sich die Anschaffung der God of War Collection II lohnt, erfahren Sie im Test.

Das finden wir gut

Die Handlung von Chains of Olympus spielt vor God of War und God of War II und handelt von Kratos’ Kampf gegen Atlas und Persephone, sowie der Wiedervereinigung mit seiner Tochter. Hierzulande erschien der Titel Anfang 2008 exklusiv für Sonys Handheld PSP. Er galt lange Zeit als Grafikreferenz für Handheld-Spiele und macht selbst heute noch auf der PS3 eine ganz passable Figur. Auch wenn die Charaktermodelle und Animationen natürlich nicht an die Qualität eines aktuellen PlayStation 3- Titels heranreichen, machen sich die Verbesserungen bemerkbar: Die HD- Grafik läuft absolut flüssig, der optionale 3D-Modus sorgt für noch mehr Mittendrin-Feeling. Das gilt auch für das erst Ende 2011 veröffentlichte God of War: Ghost of Sparta. Optisch hat der rund zweieinhalb Jahre neuere Titel aber ganz klar die Nase vorn: Die Zwischensequenzen wirken deutlich geschmeidiger, die Charaktere sauberer und die Umgebung noch ein ganzes Stück bombastischer.

Technisch wurde die Steuerung optimal von der PlayStation Portable auf die PS3 übersetzt. Die beiden Titel spielen sich nun nahezu wie das PS3- exklusive God of War III: Mit dem linken Stick wird Kratos bewegt, mit dem rechten Stick, der auf der PSP nicht vorhanden ist, kann sich Kratos zu allen Seiten abrollen. Der Rest erfolgt wie gewohnt über die Buttons und Schultertasten. Auch die Mini-Spiele, die vornehmlich beim Erledigen von Zwischen- oder Endgegnern zum Einsatz kommen, wurden integriert. Hier gilt es schnell die richtigen Buttons zu drücken um den Gegnern den Garaus zu machen. Natürlich gibt es in beiden GoW-Titeln die Möglichkeit, durch das Sammeln von roten Orbs die Waffen zu verbessern. Selbst auf die Sex-Mini-Spiele, die mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind und mittlerweile so zur der Reihe gehören wie Kratos selbst, wurde in den beiden Teilen natürlich nicht verzichtet.

Storytechnisch bieten beide Spiele gewohnt schmackhafte God of War- Kost. Neben haufenweise knackigen und zumeist sehr blutigen Kämpfen können Fans viel über die Vergangenheit des Spartaners erfahren. Auch die eine oder andere offene Frage wird in den beiden Titeln geklärt. Im Grund geht es darum, sich möglichst brachial quer durch die griechische Mythologie zu schnetzeln und da ist die Reihe bekanntlich unangefochten das Beste, was man für sein hart erarbeitetes Geld bekommen kann.

Das finden wir weniger gut

Wirklich Negatives gibt es in der God of War Collection II nicht zu entdecken, vorausgesetzt, man geht nicht mit der Erwartung heran, dass es sich um aktuelles PlayStation 3-Niveau handelt. Aber trotzdem stört uns - wie auch auf der PSP - die äußerst zickige Kameraführung, die in Kämpfen hier und da zum Hindernis wird und uns manchmal nicht sofort den richtigen Weg finden lässt. Wer die beiden Titel schon auf der PlayStation Portable gespielt hat, wird damit aber umgehen können.

Unser Fazit:
Für eingefleischte God of War-Fans führt kein Weg an der neuen Collection vorbei. Optisch und technisch können die beiden Titel zwar nicht mit den aktuellen PS3-Spielen mithalten, jedoch gilt es hier zu bedenken, dass sie nicht - wie andere Klassiker - den Weg von der PS2 auf die PS3 gefunden haben, sondern von der PSP stammen. Für diesen Sprung ist das Ergebnis wirklich befriedigend und auch wenn die eine oder andere kleine technische Unzulänglichkeit von der PSP mit auf die PS3 gewandert ist, tut das dem Spielspaß unterm Strich keinen Abbruch. Wer von God of War I bis III alles gespielt hat und noch mehr über Kratos und seine Geschichte erfahren möchte, bekommt hier die gewünschten Antworten. Kaufempfehlung!