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Nach HD und 3D: Neuer Ansatz für Geruchsfernsehen

Ob Parfüm oder Landluft, mit der Entwicklung eines Forscherteams der University of California sollen sich künftig gute und schlechte Düfte am TV reproduzieren lassen. Neu ist die Idee für ein Geruchsfernsehen nicht. Schon seit Jahrzehnten arbeiten Forscher an der Realisierung des Geruchs-TVs, zu einer Umsetzung in ein reales Produkt kam es bislang aber noch nicht. Das in der Zeitschrift “Angewandte Chemie” vorgestellte Gerät soll sehr kompakt sein und sich einfach an der Rückseite von TV-Geräten und sogar Smartphones anbringen lassen. Aus den enthaltenen Grundstoffen sollen sich Tausende verschiedener Gerüche mischen und für die Nase des Nutzers freisetzen lassen. Der sehr kleine Behälter, in dem sich die Grundstoffe befinden, besteht aus Silikon. Im Inneren befinden sich viele kleine Duftstoffzellen, die per Injektionsnadel befüllt werden können. Zur Freisetzung enthält der Behälter eine kaum sichtbare Öffnung, die im “Aus”-Zustand des TVs geschlossen ist.
Erste Tests erfolgreich absolviert
Angeschaltet wird das Duft-TV durch Erhitzung. Dadurch dehnt sich das Silikon aus und der Druck im Inneren steigt an, wodurch schließlich eine kleine Menge der Duftstoffe durch die kleine Öffnung in die Umgebung freigesetzt wird. Die Zusammensetzung der Düfte wird dabei durch ein zweidimensionales Gitternetz aus beheizbaren Drähten gesteuert. Einen ersten Test bestand die Entwicklung erfolgreich. Den Probanden gelang es auf Anhieb, verschiedene Düfte zu erkennen und voneinander zu unterscheiden. Ob und wann das Geruchs-TV Realität wird und ob es überhaupt einen Markt dafür gibt, wird die Zukunft zeigen. (ok)



