Sony und George Hotz: Einigung im Fall des PS3-Hacks

Sony und der Hacker George “GeoHot” Hotz haben sich im Fall der PS3-Hacks außergerichtlich geeinigt. Sony hatte Hotz verklagt, weil dieser erst vor einigen Monaten Informationen zu den Sicherheitssystemen der PlayStation 3 auf seiner Website veröffentlicht hatte, darunter den Master-Key der Konsole, der Raubkopierern Tür und Tor öffnet. Ein langer Rechtsstreit bleibt Sony und Hotz nun erspart. Sony ist erfreut über den Willen von Hotz, die Angelegenheit gemeinsam mit Sony so schnell zu erledigen. Der Hacker erklärte sich in einer Vereinbarung zwischen den beiden Parteien bereit, ab sofort keine Informationen über die Sicherheitssysteme irgendwelcher Sony-Produkte mehr zu veröffentlichen. Hält er sich nicht an diese Vereinbarung, muss er pro Fall 10.000 US-Dollar zahlen - das gilt auch, wenn er anderen beim Knacken von Kopierschutzsystemen hilft. In der Vereinbarung wurde aber eine Höchstgrenze von 250.000 US-Dollar festgelegt. Hotz erklärte sich darüber hinaus dazu bereit, sämtliche Lizenzbestimmungen der Sony- Produkte einzuhalten, auch wenn er diese im Einzelnen nicht angenommen haben sollte.
Hotz ruft zum Boykott von Sony-Produkten auf
Auf seinem privaten Blog macht Hotz jedoch schon wieder Stimmung gegen die Japaner. Er erklärt, dass er ab sofort nie wieder ein Produkt aus dem Haus Sony kaufen werde und ruft seine Leser dazu auf, sich dem Boykott anzuschließen. Für Hotz ist die Angelegenheit damit erledigt. Für Sony ist das Thema PS3-Hack aber noch nicht beendet. Aktuell geht das Unternehmen noch gegen die Hacker-Gruppe fail0verflow und den deutschen Hacker Alexander “Graf_Chokolo” Egorenkov vor. (ok)



