James Murdoch: 3D-TV ist noch zu teuer

James Murdoch: 3D-TV ist noch zu teuer
Laut James Murdoch, Europa- und Asien-Chef der News Corp., ist die Produktion von 3D-Inhalten aktuell noch ein Zuschussgeschäft. (Foto: © Sky)
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Die 3D-Technologie für das heimische Wohnzimmer hat sich bislang noch nicht zur Erfolgsgeschichte entwickelt. Die hohen Anschaffungspreise für die 3D- TVs, der Mangel an echten 3D-Inhalten im TV und auf Blu-ray 3D und der Zwang zur 3D-Brille verderben Verbrauchern noch die Lust auf die dritte Dimension. Nach Auffassung des US-amerikanischen Medienriesen News Corp. hat 3D-TV aber trotz extrem hoher Produktionskosten eine Zukunft. Europa- und Asien-Chef James Murdoch sagte im Rahmen einer Veranstaltung in Abu Dhabi, dass die Herstellung von 3D-Inhalten “sehr hart” sei. So würden dafür doppelt so viele Kameras, erheblich mehr Produktionsequipment und auch mehr Mitarbeiter benötigt. Diese Investitionen zahlen sich laut Murdoch aktuell noch nicht aus. Die TV-Sender BSkyB und Sky Deutschland, die bereits mit einem eigenen 3D-Sender ausgestattet sind, schreiben mit den Kanälen rote Zahlen. Trotzdem will die News Corp. dem 3D-TV nicht den Rücken kehren. Man geht davon aus, dass die Zuschauer Großereignisse künftig nicht mehr in 2D akzeptieren werden. Das treffe laut Murdoch auch auf Nachrichtenformate zu.

Sky startete mit seinem 3D-Sender im Oktober 2010 durch. Mittlerweile zeigte Sky 3D breits Live-Sport-Events wie Golf, Eishockey und Fußball in 3D. Auch eine Talkshow, Konzerte, Filme und Dokumentationen gehören zum Programm des 3D-Senders. Sky 3D kann aktuell nur über Satellit und Kabel-BW empfangen werden. Über Unitymedia oder Kabel Deutschland ist der Sender nicht empfangbar. Voraussetzung für den Empfang ist ein aktives Sky HD-Abo und die entsprechende Hardware. Noch ist unklar, ob der 3D-Sender zu einem eigenständigen Abo-Kanal wird und welchen monatlichen Betrag Kunden dafür bezahlen müssen. (ok)