3D-TV: Industrie will einheitlichen Standard für Shutterbrillen

Noch kocht fast jeder Hersteller eines 3D-TVs in Sachen 3D-Brille sein eigenes Süppchen. So funktionieren die oft weit über 100 Euro teuren 3D-Brillen in den meisten Fällen auch nur mit dem Gerät eines Herstellers. Die US-Amerikanische Consumer Electronics Association (CEA) will sich nun darum bemühen, eine Standardisierung der Shutterbrillen auf den Weg zu bringen. Nach Meinung des Verbandes sei die aktuelle Praxis für die Verbreitung von 3D-TVs und -Monitoren hinderlich. Deshalb hat man die Hersteller dazu aufgefordert, bis zum 31. März Vorschläge für einen einheitlichen Standard einzureichen. Dabei strebt man eine Standardisierung der aktiven Shutterbrillen, die mit einem Infratorsignal arbeiten, an. So möchte die CEA erreichen, dass man künftig 3D-Brillen und TVs unterschiedlicher Hersteller miteinander kombinieren kann. Das wäre sicher ein Schritt in die richtige Richtung.
“Die vermehrte Präsenz von 3D-TVs in den Haushalten macht die Notwendigkeit nach vollständig kompatiblen 3D-Brillen zur dringlichsten Angelegenheit”, sagte Brian Markwalter, CEA-Vize für Marktforschung und Standardisierung. Einige Drittanbieter haben sich den Umstand, dass es noch keinen einheitlichen Standard für 3D-Brillen gibt, zu Nutze gemacht und universell einsetzbare Shutterbrillen auf den Markt gebracht, die mit den Geräten mehrerer Hersteller zusammenarbeiten können. Ob ein Standard für 3D-Brillen überhaupt zu mehr 3D-TV-Verkäufen führen wird, bleibt abzuwarten. Ein Großteil der Verbraucher sieht die 3D-Brillen selbst als größten Grund nicht zu einem 3D-TV zu greifen. (ok)



