PS3-Hack: Prozess gegen “GeoHot” in Kalifornien?

Sony will den für den PlayStation 3-Hack mitverantwortlichen George
Sony will den für den PlayStation 3-Hack mitverantwortlichen George "GeoHot" Hotz vor einem kalifornischen Gericht verklagen.

Jetzt könnte es dem ersten PS3-Hacker an den Kragen gehen. Der als “iPhone-Hacker” und durch den ersten Jailbreak für das Apple Smartphone bekannt gewordene George “GeoHot” Hotz schaffte es vor einigen Tagen, die Sicherheitsfunktionen der PlayStation 3 auszuhebeln und so an den so genannten Master Key (oder Root Key) der Konsole zu gelangen. Der Key erlaubt es dem Anwender, der PS3 nahezu jede Software - inklusive illegaler Raubkopien - als legitimiert unterzuschieben. Hotz veröffentlichte den Key auf seiner Website. Ein Desaster für den japanischen Elektronikkonzern, der jetzt in Zugzwang war. Und die Reaktion folgte: Hotz erhielt einige Tage später eine einstweilige Verfügung, in der er von Sony dazu aufgefordert wurde, den Key umgehend von seiner Website zu entfernen. Doch damit ist die Angelegenheit noch nicht erledigt.

Im nächsten Schritt wollen die Japaner den in ihren Augen für den PlayStation 3-Hack verantwortlichen George Hotz nun vor einem Gericht in Kalifornien verklagen. Richterin Illston vertagte die Klage jedoch aus dem Grund, dass noch unklar sei, ob ein kalifornisches Gericht für die Klage zuständig sei. Grund: Hotz wohn in New Jersey. Sony argumentiert jedoch, dass Hotz die Daten u.a. auf YouTube und Twitter veröffentlicht hat. Beide Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Kalifornien. Und auch die Spenden, die Hotz erhalten haben soll, wurden von dem in Kalifornien ansässigen Unternehmen PayPal angenommen. Und auch das amerikanische Hauptquartier von Sony hat seinen Sitz in Kalifornien. Sobald die Zuständigkeiten geklärt sind, soll der Prozess beginnen.

Für Sony geht es dabei um viel: Wird das “Jailbreaken” der PS3 für unrechtmäßig erklärt, könnte man eventuell gehackte Konsolen aus dem PSN ausschließen, härter gegen Hacker vorgehen und wäre rechtlich auf der sicheren Seite. Wenn die Richter ähnlich entscheiden wir beim iPhone-Jailbreak, der als legal erklärt wurde, wäre das für Sony eine Katastrophe. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, sobald sich in dem Fall etwas tut. (ok)

Kommentare
  1. abdul
    18. Januar 2011

    “Und auch die Spenden, die Hotz erhalten haben soll, wurden von dem in Kalifornien ansässigen Unternehmen PayPal angenommen.”

    Das ist so ein Schwachsinn, hauptsache von irgendjemanden gehoert dass der Spenden erhalten hat. Das ist ueberhaupt nicht bewiesen, dass er Spenden erhalten hat. Ich kenne seine Seite schon lange und dort war bis jetzt immer die Meldung “donations are not accepted”

    Ihre Meinung
Ihre Meinung »
Name
E-Mail Adresse
Kommentar
Ihr Bild neben Ihrem Kommentar?
Bei Gravatar anmelden und Foto kostenlos hochladen!