Laut DisplaySearch ist der Mangel an 3D-Inhalten für die Zurückhaltung der Konsumenten beim Kauf von 3D-TVs verantwortlich.
Für die Marktforscher von DisplaySearch steht fest, dass der weiter anhaltenden Mangel an echten 3D-Inhalten für die Zurückhaltung der Konsumenten, zu den schon seit einigen Monaten im Handel erhältlichen 3D-fähigen TV-Geräten zu greifen, verantwortlich ist. So verkauften sich im vergangenen Jahr weltweit rund 3,2 Millionen 3D-TVs. Damit blieben die Verkäufe deutlich hinter den hohen Erwartungen der Industrie zurück. “Die TV-Hersteller haben sich in 2010 selbst überholt und vergessen, dass TV ein Mittel ist, um sich Inhalte anzusehen”, sagt Paul Gray, seines Zeichens Director of TV Electronics Research bei DisplaySearch. “Die Leute kaufen nur ein 3D-TV, wenn es auch genügend Inhalte zum Ansehen gibt. In 2010 waren einfach nicht genügend 3D-Inhalte verfügbar. Als Resultat waren nur 4 Prozent der TV-Geräte mit einer Bildschirmdiagonalen von mindestens 40 Zoll 3D-fähig.”
Trotz der recht ernüchternden Zahlen zeigen sich die Experten von DisplaySearch auch weiterhin optimistisch, was die Akzeptanz der 3D-Technologie bei den Nutzern angeht. Für das Jahr 2011 rechnet man mit rund 18 Millionen verkauften 3D-Geräten. Bis 2014 sollen die jährlichen Absatzzahlen schon bei etwa 91 Millionen Geräten liegen. “Die TV-Hersteller halten an 3D fest und hoffen, dass die Produzenten von Inhalte folgen werden”, so Gray weiter. “Die Schwäche auf dem US-Markt ist auf die gerade mal 40 verfügbaren Blu-ray 3D-Titel zurückzuführen, die bis Ende 2010 auf dem Markt waren.” Neben dem Mangel an Inhalten geben viele Konsumenten auch die als störend empfundenen 3D-Brillen als Grund an, noch nicht zu einem 3D-fähigen Gerät zu greifen. (ok)