Elektronikhersteller Toshiba hat die ersten brillenlosen 3D-TVs auf den japanischen Markt gebracht. Die Geräte sind jedoch noch klein und teuer.
Am 23. Dezember hat Elektronikhersteller Toshiba die ersten 3D- Fernseher ohne Brillenzwang auf den japanischen Markt gebracht. Die neuen 3D-TVs werden ab sofort unter der Bezeichnung Regza GL1 angeboten. Die auf der LCD- Technologie basierenden Geräte sind in den Bildgrößen 20- und 12-Zoll verfügbar. Um die TV-Inhalte dreidimensional wahrnehmen zu können, müssen Zuschauer keine speziellen 3D-Brillen mehr aufsetzen. Stattdessen werden die 3D- TVs auf eine Filterlösung setzen, durch die auch für das bloße Auge ein dreidimensionaler Effekt entsteht. Das Modell 20-GL1 ist mit LED-Backlight ausgestattet und kommt auf 8,3 Millionen Pixel. Die nutzbare Auflösung bei der Wiedergabe von 3D-Inhalten beträgt jedoch nur 1.280 x 720 Pixel. Das 12-Zoll-Gerät 12-GL1 bietet im 3D-Modus sogar nur eine Auflösung von 466 x 350 Pixel. Toshiba gibt das Kontrastverhältnis der beiden Displays mit 550:1 bzw. 500:1 an. Die ersten brillenlosen 3D-TVs sind nicht nur sehr klein, sondern auch extrem teuer. Für das 12-Zoll-Modell werden laut Toshiba rund 1.100 Euro fällig. Für den 20-Zöller müssen sogar rund 2.200 Euro aufgebracht werden. Ob die beiden Geräte auch außerhalb von Japan angeboten werden, ist noch unbekannt.
Im nächsten Jahr wollen die Japaner 3D-Fernseher mit deutlich größeren Bildschirmdiagonalen auf den Markt bringen. Dabei wird es sich laut den Japanern um 40-Zoll-Modelle handeln. Details dazu sollen jedoch erst im Rahmen der Consumer Electronics Show 2011 (CES) bekannt gegeben werden. Auch andere Hersteller arbeiten an brillenfreien Lösungen. Einige haben die Entwicklung jedoch wegen der langsamen Umstellung von 2D auf 3D eingestellt. (ok)