RTL: Politik übt Kritik an geplanten Restriktionen bei SD-Programmen

Die Mediengruppe RTL Deutschland plant laut
Die Mediengruppe RTL Deutschland plant laut "Digital Fernsehen" die Einführung von Aufnahmerestriktionen bei ihren SD-Inhalten.

Anfang Dezember berichtete “Digital Fernsehen”, dass die RTL- Gruppe angeblich mit dem Gedanken spielt, Aufnahmerestriktionen und Vorspulblockaden künftig auch für SD-Inhalte einzuführen. Ein Unternehmenssprecher der Mediengruppe RTL Deutschland sagte dem Magazin: “Die Mediengruppe RTL Deutschland befürwortet zum Schutz unseres werbefinanzierten Geschäftsmodells in der digitalen Welt die Unterbindung von Ad Skipping bei einer zeitver- setzten Nutzung.” Die Werbung stelle für das Unternehmen die Basis dar, um den Zuschauern kostenlose Inhalte wie die Formel 1, RTL Aktuell oder Das Supertalent anbieten zu können.

In der Politik treffen die Pläne offenbar nur auf wenig Verständnis. CDU-Medienexperte Thomas Jarzombek sagte gegenüber “Digital Insider”, dass er die Pläne für “eine Sackgasse” halte. Stattdessen solle man lieber auf personalisierte Werbung setzen. “Dann könnte man die ewig langen Werbeblöcke durch einzelne Spots ersetzen, die den Zuschauer auch wirklich interessieren”, so Jarzombek. Auch Teba Rößner, medienpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, hält die Pläne für eine “weitgehende Verschlüsselung” beim Free-TV für sehr bedenklich. “Sei es für HD Plus oder andere Techniken”, so Rößner gegenüber “Digital Insider”. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, sollte es neue Entwicklungen in der Angelegenheit geben. (sk)

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