Beschlossene Sache: Der US-Medienriese Viacom hat bekannt gegeben, sich schon bald von Rock Band-Entwickler Harmonix zu trennen.
Der amerikanische Medienkonzern Viacom will sich endgültig von Rock Band-Entwickler Harmonix trennen. Der Medienriese kaufte den Entwickler im September 2006 für 175 Millionen Dollar. In den vergangenen Quartalen hat das Studio, das neben Rock Band auch das Kinect-Spiel Dance Central entwickelt hat, jedoch rote Zahlen geschrieben. “Harmonix wird auch in Zukunft grandiose Videospiele machen. Für uns geht es aber um den Fokus. Das Konsolenspiele- Business benötigt Expertise und viel Raum, was wir nicht haben”, erklärt Viacom CEO Daumann auf der Investorenkonferenz. Laut COO Tom Dooley hat Harmonix im vergangenen Quartal rund 65 Millionen Dollar Verlust gemacht. Viacom möchte sich künftig wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Was aus Harmonix wird, ist noch unklar. Laut einem Bericht von “Bloomberg” spricht Viacom im Augenblick mit mehreren potentiellen Käufern. Details gibt es nicht.
Musikspiele mussten in der letzten Zeit Federn lassen
Das Business mit Musikspielen hat in der letzten Zeit stark gelitten, weil zum einen die großen Innovationen fehlten und zum anderen die benötigten Accessoires wie Gitarren und Schlagzeuge für die Kunden einfach zu teuer waren. Mit Rock Band 3 hat Harmonix zwar einen großen Schritt nach vorne gemacht, die Mühe wurde jedoch trotz der hervorragenden Kritiken nicht belohnt. In Großbritannien verkaufte sich das Spiel in der ersten Woche lediglich 7000 Mal. Das Zubehör für Rock Band 3 ist zwar sehr gut, reißt jedoch mit rund 80 Euro für das neue Keyboard und über 100 Euro für eine neue Gitarre ein gehöriges Loch in den Geldbeutel. Im Augenblick arbeitet Harmonix am Sequel Dance Central. Sobald es Klarheit gibt, wer den Entwickler übernehmen wird, halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden. (ok)