Nach Meinung von Erfolgsregisseur James Cameron (Avatar, Titanic) hätte Harry Potter seinen Zauberstab von vornherein nur in 2D schwingen sollen.
Erfolgsregisseur James Cameron hat sich im Rahmen der Blu-Con in Beverly Hills erneut kritisch zum Thema 3D-Konvertierung geäußert. Seiner Meinung nach hat Warner Bros Fehler einen Fehler gemacht zu versuchen, den aktuellen Harry Potter-Film Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 in 3D konvertieren zu wollen. “Sie kündigen den Film in 3D an, werfen ein bisschen Geld auf den Tisch um ihn nachträglich ins 3D-Format konvertieren zu lassen und es funktioniert einfach nicht. Sie bekommen es einfach nicht hin”, so Cameron. Warner Bros hat die 3D-Fassung des Films, der am 19. November in die Kinos kommen wird, erst kürzlich gestrichen. Als Grund gab man Zeitprobleme an. So sollen die nötigen Ressourcen für die kurzfristige Umsetzung nicht verfügbar gewesen sein. Der zweite Teil soll jedoch wie geplant in 3D in die Kinos kommen.
Cameron brachte auch wieder Kampf der Titanen auf den Tisch. Der Film erhielt wegen der schlechten 3D-Konvertierung zum größten Teil vernichtende Kritiken. “Ich bin immer noch der Meinung, dass man einen zwei Stunden langen Film nicht in ein paar Wochen konvertieren kann, wie man es bei Kampf der Titanen machte”, so Cameron. “Ich würde den Film nicht vor den Bus werfen, weil mein Freund Sam [Worthington, Star aus Avatar] mit dabei ist, aber ich denke dass jeder gemerkt hat, dass man es in diesem Fall einfach zu weit getrieben hat.”
Cameron vertritt die Meinung, dass man eine nachträgliche 3D- Konvertierung ausschließlich bei Katalogtiteln, die einen gewissen Kultstatus genießen, anwenden. Als Beispiele nannte er ET, Indiana Jones, Unheimliche Begegnung der dritten Art oder Titanic. George Lucas soll Gerüchten zufolge bereits an einem 3D-Re-Release der erfolgreichen Indiana Jones-Reihe arbeiten. Ein Re-Release aller sechs Star Wars-Filme wurde bereits bestätigt. Die Titanic wird 2012 erneut, diesmal jedoch in 3D, auf der Kinoleinwand sinken. Für aktuelle Filme gebe es laut Cameron aber nur ein Rezept: Direkt in 3D zu drehen. Die Tage der 3D-Konvertierungen sind nach Meinung des Oscarpreisträgers gezählt. (ok)