Harry Potter: Die Gründe für die Absage der 3D-Version

Die Zeitschrift Variety hat Details zur Verschiebung der 3D-Fassung des ersten Teils von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes veröffentlicht.
Die Zeitschrift Variety hat Details zur Verschiebung der 3D-Fassung des ersten Teils von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes veröffentlicht.

Ursprünglich sollte Zauberschüler Harry Potter mit seinem siebten und vorerst letzten Abenteuer Harry Potter und die Heiligtümer des Todes auch in 3D in die Lichtspielhäuser kommen. Der Film wurde von Warner Bros in zwei Teile aufgesplittet. Der erste kommt im November 2010, der zweite dann im Juli 2011 in die Kinos. In der vergangenen Woche sagte Warner Bros jedoch überraschend die angekündigte 3D-Fassung des ersten Teils ab. Konkrete Gründe nannte man aber zunächst nicht. Es wurde lediglich bekannt, dass man die Konvertierung des Films nicht in der vorgegebenen Zeit realisieren konnte und man sich so dazu entschieden habe, die 3D- Version zu verschieben. Im Fall von Kampf der Titanen hat man da noch ganz anders gedacht. Der Film war zwar an den Kinokassen erfolgreich, wurde jedoch für die schlechte 3D-Konvertierung scharf kritisiert. Von daher ist es zu begrüßen, dass man sich im Fall von Harry Potter mehr Zeit nehmen möchte um eine hochwertige 3D- Konvertierung abzuliefern und dafür auf die hohen Ticketpreise, die für 3D-Filme fällig werden, vorerst verzichtet. Die 2D-Fassung des Films wird wie geplant in die Kinos kommen.

Die Zeitschrift “Variety” hat nun weitere Details zur Verschiebung veröffentlicht. So war IMAX mit der 3D-Konvertierung betraut. Den konkreten Auftrag erhielt man jedoch erst im Mai. Grünes Licht gab es sogar erst im August. Zu diesem Zeitpunkt hing man dem Zeitplan schon deutlich hinterher. Ein weiteres Problem stellte der Umstand dar, dass der finale Cut des Films erst seit kurzer Zeit vorliegt und noch einige Special-Effects fehlen. Das größte Problem war jedoch, dass es nicht genug Unternehmen gab, die an der 3D- Konvertierung mitarbeiten können. Für Special-Effects finden sich in Hollywood zahlreiche Firmen. Bei 3D sieht die Situation schon ganz anders aus. Da die 3D-Konvertierung noch in den Kinderschuhen steckt, finden sich nur sehr wenige Unternehmen, die in der Lage sind, diese auf einem qualitativ hochwertigen Niveau bewältigen zu können. Bis Freitag letzter Woche soll Warner Bros darüber nachgedacht haben, zumindest einen Teil des Films in 3D zu veröffentlichen. Man entschied sich schließlich dagegen. Die 3D- Version soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. Wann dies geschehen wird, ist noch unbekannt. (mh)

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