2K Czechs Director of Creative Production für Mafia II gesteht ein: Wir haben absichtlich einige "Löcher" in der Story hinterlassen.
Die Meinungen zu 2K Czechs jüngstem Gangster-Epos Mafia II gehen so weit auseinander wie die unzähligen Nebenarme des Po. In unserem ausführlichen Test konnte sich die Geschichte um den italienischen Einwanderer Vito Scaletta 7 von 10 Punkten sichern. Abzüge gab es unter anderem für relativ lose zusammenhängende Kapitel der Story und das offene (und für viele unbefriedigende) Ende. Lauscht man den Worten von 2K Czechs Director of Creative Production, Jack Scalici, sind diese “Löcher” in der Story durchaus so gewollt. Im Interview mit den Kollegen von “Krawall” offenbarte Scalici: “Ich denke, es gibt Stellen in der Handlung, in denen wir nicht genau erfahren, was Vito getan hat. Oder Stellen, an denen wir nicht sehen, was Joe tut, während wir mit Vito unterwegs sind. Die Story wurde von Anfang an mit diesen großen ‘Löchern’ in ihrer chronologischen Erzählung, mit diesen Zeitsprüngen entworfen, die wir nun auffüllen können.” Füllen möchte man die Durchhänger der Story natürlich mit kostenpflichtigen Download-Inhalten.
Das offene Ende möchte man nicht mehr antasten: Laut Scalici war es von Anfang an geplant, die Spieler mit gemischten Gefühlen aus dem Spiel gehen zu lassen. Die Vorgehensweise der Entwickler lässt natürlich wieder die Diskussion aufkommen, wie “fertig” ein Spiel bei Auslieferung sein muss und ob es verwerflich ist, zufällig oder - wie im Fall von Mafia II - absichtlich hinterlassene Lücken erst nachträglich mit Download-Inhalten zu stopfen. Mafia II ist seit August für PC, PS3 und Xbox 360 verfügbar. Das erste Download- Paket ist mit “Jimmy’s Vendetta” ist bereits erschienen. (ok)