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Video on Demand: YouTube wird zur Online-Videothek

Das Videoportal YouTube soll zum VoD-Anbieter werden. Neben lustigen Clips soll es künftig auf Hollywood-Filme gegen Bezahlung geben.
Das Videoportal YouTube soll zum VoD-Anbieter werden. Neben lustigen Clips soll es künftig auf Hollywood-Filme gegen Bezahlung geben.

Auf YouTube wird man sich künftig wohl nicht nur Musikvideos und lustige Filmclips privater Filmemacher, sondern auch aktuelle Filme aus Hollywood in voller Länger ansehen können - natürlich gegen Bezahlung. Googles Videoportal plant einem Bericht der “Financial Times” zufolge zum VoD-Anbieter zu werden und Filme zum DVD- Start als Online-Stream anzubieten. Die Filme sollen zum gleichen Zeitpunkt verfügbar sein wie bei den Konkurrenten Amazon und iTunes. Für einen Film sollen Nutzer bis zu 5 US-Dollar zahlen. Wie so oft soll das Pay-per-View-Angebot zunächst Nutzern aus den USA vorbehalten bleiben. Dem Bericht zufolge sollen mit der Zeit jedoch weitere Länder folgen. Die Verhandlungen mit den großen Hollywoodstudios sollen bereits so gut wie abgeschlossen sein. Das Angebot soll voraussichtlich Ende des Jahres starten.

Offenbar will Suchmaschinenbetreiber Google langsam Geld mit YouTube verdienen. Schätzungen zufolge hat YouTube 2008 rund 200 Millionen Dollar und 2009 etwa 350 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Genaue Zahlen hat man nie bekannt gegeben. Zu den Kosten hat sich Google bislang ebenfalls noch nie geäußert. Es ist lediglich bekannt, dass die Nutzer pro Minute Videos mit einer Gesamtlänge von 24 Stunden auf das Portal hochladen. Google verdient momentan lediglich an der neben oder in den Videos eingeblendeten Werbung (Adsense). An den Werbeeinnahmen sind ausgewählte Content-Inhaber beteiligt. Es bleibt abzuwarten, ob Google mit dem VoD-Angebot Erfolg haben wird. Mit iTunes, Netflix & Co. gibt es bereits eine Fülle von Anbietern, die einige Jahre Vorsprung haben und sich in dieser Zeit einen beachtlichen Kundenstamm aufbauen konnten. (ok)

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