Bye bye SmartPad: 1&1 stampft seinen iPad-Konkurrenten ein

1&1 hat mitgeteilt, das SmartPad einstampfen zu wollen. Nach dem Abverkauf der Vorrats wird es keine neuen Geräte für DSL-Kunden geben.
1&1 hat mitgeteilt, das SmartPad einstampfen zu wollen. Nach dem Abverkauf der Vorrats wird es keine neuen Geräte für DSL-Kunden geben.

Nach nur einem Monat erklärt Internet-Provider 1&1 das Projekt SmartPad für gescheitert. Ursprünglich sah es so aus, als wolle 1&1 von dem iPad-Hype profitieren um Neukunden zum Abschluss eines DSL-16.000-Tarifs zu bewegen. Diese erhielten den Tablet- PC mit Android-Betriebssystem ohne zusätzliche Kosten mit ins Haus geliefert. Für Bestandskunden kostete das Gerät rund 300 Euro. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, waren die Lieferzeiten jedoch viel zu lang und zudem konnte das Gerät technisch nicht überzeugen. Daher habe man sich dazu entschieden, die restliche Menge der insgesamt 25.000 Geräte noch zu verbrauchen und danach keine neuen mehr nachzubestellen. In Tests konnte das SmartPad nur schlecht abschneiden: Zu den größten Kritikpunkten zählen das Display und die Geschwindigkeit. Zudem fehlt dem SmartPad die Google-Zertifizierung und damit der Android-Markt.

1&1-Kunden möchte die Idee, Neukunden mit einem Tablet-PC zu locken, trotz der schlechten Erfahrung mit dem SmartPad nicht aufgeben. Ab Oktober soll es Konzern-Chef Dommermuth zufolge ein neues Tablet geben. Um welches Gerät es sich dabei handeln wird, ist noch unklar. Das SmartPad wurde von NEC gebaut. Das Android-Tablet verfügt über einen 7 Zoll großen Touchscreen, WLAN, USB-Anschluss und SD-Slot. Eine 2 GByte große SD-Karte ist im Lieferumfang enthalten. Für das mobile Surfen ist ein UMTS-Stick nötig, der von 1&1 auf Wunsch gleich mitgeliefert wird. Hier bietet das Unternehmen Flatrate-Tarife für das Vodafone-Netz an, die bei 1,99 Euro pro Tag oder 9,99 Euro pro Monat starten. (ok)