Ubisoft geht davon aus, dass die Bewegungssteuerungen Kinect und Move kaum Einfluss auf den Lebenszyklus der Konsolen haben werden.
Sowohl Microsoft als auch Sony sind sich sicher, dass sie mit ihrer Bewegungssteuerung Kinect bzw. Move den Lebenszyklus ihrer aktuellen Hardware-Generation deutlich verlängern können. Alain Corre, Ubisofts Managing-Director für Europa, glaubt nicht an die Frischzellenkurz für die Konsolen. Auf die Frage, ob Kinect und Move den Lebenszyklus der beiden Konsolen um wenigstens ein bis zwei Jahre verlängern werden, antwortete er kurz und knapp: “Ich glaube nicht.” Seiner Meinung nach werden Kinect und Move lediglich für einen kurzfristigen Anstieg der Verkaufszahlen sorgen.
“Ja, es ist für eine bestimmte Zeit lang eine gute Erweiterung des Lebenszyklus und es ist zudem eine gute Möglichkeit, einige Casual- Kunden einzufangen, die man bislang noch nicht hatte. Es wird ihnen also eine neue Kategorie Kunden bringen”, so Corre im Interview mit “GamesIndustry”. Corre ist zudem davon überzeugt, dass Sony und Microsoft schon längst an der nächsten Hardware-Generation arbeiten. Microsofts Chris Lewis ist da anderer Auffassung: Erst kürzlich teilte der Xbox 360-EU-Chef mit, dass er davon ausgeht, dass die Konsole durch Kinect fünf zusätzliche Jahre erhält und folglich noch bis mindestens 2015 auf dem Markt sein wird. Das schließt natürlich nicht die Entwicklung einer neuen Hardware aus.
Microsofts Kinect wird am 10. November 2010 für rund 150 Euro in den Handel kommen. Sonys Lösung PlayStation Move für die PS3 wird hingegen schon ab dem 15. September 2010 in den Regalen der Händler stehen. Der Move-Controller wird für rund 40 Euro zu haben sein. Die PS-Eye-Kamera, die ebenfalls benötigt wird, kann entweder einzeln oder im Bundle inklusive eines Controllers und einer Demo-Disc für rund 55 Euro gekauft werden. (ok)