Industrie-Orakel Michael Pachter ist der Meinung, dass mit Call of Duty: Black Ops der kostenpflichtige Online-Multiplayer eingeführt wird.
Industrie-Orakel Michael Pachter, seines Zeichens Analyst für Wedbush Morgan Securities, ist der Meinung, dass wir schon mit dem kommenden Call of Duty: Black Ops aus dem Hause Treyarch die Einführung des bezahlten Online-Multiplayers erleben werden. Seiner Meinung nach sind die kostenfreien Online-Multiplayer ein Grund dafür, dass die Verkaufszahlen von Videospielen im vierten Monat hintereinander rückläufig sind. Pachter erwartet, dass sich das bald ändern wird. “Wir glauben, dass der Rückgang durch die große Anzahl an Leuten, die Online-Multiplayer-Games kostenlos über das PlayStation Network oder gegen Bezahlung einer jährlichen Gebühr über Xbox Live ausgelöst wird”, so Pachter. “Wir schätzen, dass insgesamt 12 Millionen User Call of Duty: Modern Warfare 2 für im Schnitt 10 Stunden pro Woche online spielen. Der dauerhafte Spaß an dem Spiel (zusammen mit etwa 6 Millionen Halo-Online-Spielern, 3 Millionen EA Sports-Spielern und 5 Millionen, die andere Spiele wie Battlefield, Red Dead Redemption, Left 4 Dead und Grand Theft Auto spielen), lässt kaum Zeit für neue Spiele.”
“Während das für die Konsumenten großartig ist, weil sie über lange Zeit ein zum größten Teil kostenloses Spiel genießen können, ist es für die Publisher und Aktionäre vernichtend, die dadurch schrumpfende Verkaufszahlen und Gewinne sehen. Wir glauben, es obliegt Activision mit dem populärsten Multiplayer Game den ersten Schritt zu tun um Profit aus dem Multiplayer zu schlagen. Es ist noch zu früh um sagen zu können, ob es sich dabei um ein monatliches Abonnement, Turniergebühren, Mikrotransaktionen oder eine Kombination aus allen handeln wird, aber wir erwarten, dass das Unternehmen gegen Ende des Jahres etwas unter- nehmen wird, wenn Call of Duty: Black Ops auf den Markt kommt.”
Activision-Chef Bobby Kotick hat erst kürzlich gegenüber dem “Wall Street Journal” verlauten lassen, dass er lieber heute als morgen einen Abo-Service für Call of Duty hätte. Zudem stellt sich die Frage, warum zahlreiche Titel, die einen grandiosen Story-Modus besitzen, wie beispielsweise Uncharted 2 oder BioShock 2, einen Multiplayer-Modus verpasst bekommen haben, wenn dieser auf Kosten der Gewinne des Publishers geht. (ok)