Die Eckdaten zu unserem Test:
  • Getestetes Spiel: Split/Second: Velocity
  • Getestete Plattform: PlayStation 3
  • Veröffentlichung: 20.05.2010
  • Publisher: Disney Interactive
"Wer es liebt, wenn anstelle von Blut ungefiltertes Adrenalin durch seine Adern fließt, sollte sich auf den Spaß einlassen."

Im Test: Split/Second: Velocity (PS3)

Im Test: Split/Second: Velocity (PS3)

Black Rocks Split/Second ist einer der spektakulärsten Arcade-Racer dieser Konsolengenration, aber gehört er auch zu den besten?
Black Rocks Split/Second ist einer der spektakulärsten Arcade-Racer dieser Konsolengenration, aber gehört er auch zu den besten?

Black Rocks brandneuer Arcade-Racer Split/Second: Velocity kam nahezu zeitgleich mit Blur von Bizarre Creations auf den Markt. Während man seine Gegner in Blur mit Hilfe von Power-Ups von der Strecke fegen kann, stehen in Split/Second: Velocity mit den sogenannten Power-Plays ganz andere Kaliber nach bester Jerry Bruckheimer-Manier zur Verfügung, mit denen sich die Konkurrenz in Grund und Boden stampfen lässt. Die Aufgabe ist simpel: Als Teilnehmer der irren TV-Show Split/Second, die wohl selbst für Endemol eine Stufe zu hart wäre, muss man auf einer nahezu komplett zerstörbaren Strecke um den Rennsieg kämpfen. Dabei sind alle Mittel erlaubt, um seine Gegner aufzuhalten - selbst die Sprengung eines Atomkraftwerks oder das in die Luft jagen eines zehnstöckigen Bürogebäudes. Die TV-Show ist in 12 Episoden unterteilt, in denen jeweils vier Rennen direkt freigeschaltet sind. Durch Rennerfolge verdient man sich Credits, durch die wiederum neue (leider nicht lizensierte) Fahrzeuge freigeschaltet werden. Hat man ausreichend Credits auf dem Konto gesammelt, wird das Elite-Rennen der jeweiligen Episode freigeschaltet. Hier gilt es, sich gegen noch härtere Gegner - eben die Elite von Split/Second - beweisen zu müssen. Insgesamt bietet Karriere für jeden Geschmack etwas: Neben klassischen Rennen gegen KI-Gegner warten außerdem Detonator- und Airstrike-Events. In letzteren feuern einem Kampfhubschrauber Raketen auf die Strecke, denen man im Optimalfall ausweicht um nicht pulverisiert zu werden.

In Split/Second: Velocity dreht sich alles um Power-Plays. Durch Driften und Draften (im Windschatten fahren) lädt sich der Power-Play-Balken unterhalb des Fahrzeugs auf. Der Balken ist in drei Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt kann für ein Power-Play verwendet werden. Die Power-Plays sind nichts anderes als Zerstörungen der Strecke, mit denen man mit dem richtigen Timing seine Gegenspieler aufhalten bzw. zerstören kann. Das könnte wohl kaum eindrucksvoller umgesetzt werden, als es Black Rock in Split/Second getan hat. Da lassen sich z.B. riesige Schornsteine, die gewatigen Kühltürme eines Atomkraftwerks, Gebäude, Taxis und Lastwagen sprengen, die unter einem ohrenbetäubenden Lärm auf die Strecke krachen und - sofern man denn das richtige Timing raus hat - die Gegner unter sich begraben.

Es gibt kleine und große Power-Plays. Für die kleine Zerstörung zwischendurch können wir zum Beispiel über den Köpfen unserer Gegner eine Sprengstoffladung von einem Hubschrauber abwerfen lassen, was - wenn man die Verzögerung mit eingerechnet hat - hoffentlich zu jeder Menge Schrott führt. Die Power-Plays können ausgelöst werden, sobald über vorausfahrenden Gegnern das entsprechende Symbol aufleuchtet. Im besten Fall erwischt man mit einem Power-Play gleich mehrere Gegner und gewinnt so auf einen Schlag mehrere Plätze. Die Explosionen selbst sind in Kombination mit der exzellenten Beleuchtung und dem satten Sound des Spiels eine echter Augenschmaus. Man sollte es allerdings tunlichst vermeiden, sich zu lange durch ungläubiges Staunen mit den Augen an den fetten Explosionen festzubeißen, denn man ist nicht davor geschützt, auch selbst mit Karacho in seine eigenen durch Power-Plays ausgelösten Hindernisse zu rauschen und so das Zeitliche zu segnen.