Die Eckdaten zu unserem Test:
  • Getestetes Spiel: Blur
  • Getestete Plattform: PlayStation 3
  • Veröffentlichung: 27.05.2010
  • Publisher: Activision
HDDaily Wertung:

8/10
"Bizarre Creations hat mit Blur ein erfrischendes Rennspektakel der Oberklasse abgeliefert."

Im Test: Blur (PS3)

Im Test: Blur (PS3)

Wir haben dem Arcade-Racer Blur unter die Motorhaube geschaut und verraten Ihnen in unserem Test, ob Blur ein echter Champion ist.
Wir haben dem Arcade-Racer Blur unter die Motorhaube geschaut und verraten Ihnen in unserem Test, ob Blur ein echter Champion ist.

Im Solo-Modus von Blur gilt es darum, neun Top-Fahrer zu bezwingen. Bevor wir jedoch die Chance dazu bekommen, gilt es diverse Rennen zu bestehen. In jedem Rennen müssen Lichter gesammelt werden. Diese bekommen wir zum einen, wenn wir in den Rennen mindestens als dritter die Ziellinie überqueren und zum anderen, wenn wir Fan-Herausforderungen sowie Fan-Sprints innerhalb der Rennen bestehen. In den Fan-Herausforderungen geht es beispielsweise darum, eine bestimmte Anzahl an Gegnern mit einer bestimmten Waffe zu erledigen oder eine festgelegte Anzahl an Fahrzeugen zu überholen. Die Fan-Sprints werden innerhalb der Rennen durch ein Pfeil-Icon aktiviert. Daraufhin gilt es, zwölf leicht versetzt auf der Strecke aufgestellte Tore innerhalb der vorgegebenen Zeit zu durchfahren. Absolvieren wir sowohl die Fan-Herausforderungen als auch den Fan-Sprint, gibt es dafür zwei weitere Lichter und wir dürfen schließlich gegen den Top-Fahrer antreten. Bestreiten wir dieses Duell erfolgreich, erhalten wir sein Fahrzeug und eine Bonus-Lackierung.

Im Test: Blur

Das eigentliche Herzstück von Blur ist aber der umfangreiche Online-Modus. Hier kann man entweder mit zehn oder zwanzig Gegnern auf die virtuelle Rennstrecke gehen. Während die Rennen mit zehn Fahrern noch einigermaßen normal ablaufen, bricht in den großen Rennen jedoch schnell das absolute Chaos aus und die Power-Ups fliegen uns nur so um die Ohren. Gewinnen ist hier absolute Glückssache. Trotz einiger Frustmomente machen die Rennen gegen echte Gegner aber jede Menge Spaß. Wem die normalen Rennen zu hektisch findet, sollte es einfach mal mit den Team-Rennen probieren. Ganz harte Burschen dürfen sich auch in die Extremrennen wagen. In der Online-Lobby gibt es vor jedem Rennstart eine kurze Abstimmung über die Strecke, auf der als nächstes gefahren wird. Steht die Strecke fest, können Spieler ihr Fahrzeug wechseln. Die Startposition im Rennen wird per Zufall vergeben. Wer lieber einen Offline-Multiplayer bevorzugt, kann sich auch im Splitscreen für bis zu vier Spieler duellieren.

Grafisch setzt Blur zwar keine neuen Maßstäbe, jedoch sind die Fahrzeugmodelle sowie die Effekte, die durch die Power-Ups ausgelöst werden, schön anzusehen. Zu Einbrüchen der Framerate kommt es nur sehr selten. Auch am Sound des Spiels gibt es nicht zu meckern, bis auf dass die Motorengeräusche ruhig ein wenig satter rüberkommen könnten.

Unser Testfazit zu Blur:Entwickler Bizarre Creations hat mit Blur ein erfrischendes Rennspektakel der Oberklasse abgeliefert. Zwar ist es nicht unbedingt neu, Fahrzeuge mit Waffen auszustatten und diese dann auf einer Rennstrecke aufeinander los zu lassen, aber es fühlt sich im Fall von Blur einfach absolut rund an. In Blur gewinnen eben nicht nur die Profis, die die Strecke im Schlaf beherrschen oder das schnellste Fahrzeug fahren, sondern die Taktiker, die Power-Ups zur richtigen Zeit einsetzen um sich so den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Aber selbst dann, wenn einige Fahrzeuge schon weit in Führung liegen, wo andere Rennen schon längst gelaufen wären, hat das abgeschlagene Verfolgerfeld immer noch eine Chance, die Spitze mit Power-Ups aufzuhalten und vielleicht den gesamten Rennverlauf zu seinen Gunsten zu verändern. Zwar kann dies besonders in den Rennen mit 20 Teilnehmern schnell zu einem heillosen Durcheinander und absolut chaotischen Rennverläufen führen, der Spaß geht dabei jedoch so gut wie nie verloren.
Pro und Contra:
Viele lizensierte Fahrzeuge, spannende Rennen, ausgewogene Power-Ups, hevorragender Online-Multiplayer, Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler, jede Menge Action
Leider teilweise schon zu starke KI, deutlicher Gummibandeffekt, ab und zu chaotische Rennen, die bei Anfängern an den Nerven zerren können, gelegentliche Probleme mit der Verbindung zum Online-Multiplayer