- Getestetes Spiel: Blur
- Getestete Plattform: PlayStation 3
- Veröffentlichung: 27.05.2010
- Publisher: Activision
Im Test: Blur (PS3)

Nach dem Erfolgsspiel Project Gotham Racing hört Bizarre Creations neuster Wurf auf den Namen Blur. Der bunte Arcade-Racer ist die moderne Reinkarnation von Nintendos Klassiker Mario Kart, nur viel schneller, actionreicher, lauter und garantiert ohne Prinzessinen oder komische Pilzköpfe. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Ihrem Porsche, fahren bequem mit 230 km/h über die Landstraße und vor Ihnen blockieren zwei gemütlich nebeneinander hertuckernde Kleinwagen die Straße. Wünschen Sie sich in diesem Fall nicht, die beiden einfach mit einem Riesenknall von der Strecke fegen zu können? In Blur ist genau das möglich - ohne Strafe und natürlich ohne Verletzte. Blur verfügt über eine Solo-Kampagne und einen Mehrspieler-Modus, das Ziel ist jedoch immer identisch: Es geht darum, durch möglichst spektakuläres Fahren so viele Fans wie möglich zu gewinnen, mit denen neue Autos freigeschaltet werden können. Neue Strecken gibt es für Rennsiege. Nun aber ohne viel Drumherum auf die Teststrecke! Ob Blur einen Podestplatz erringen kann oder aber ein Fall für die Autopresse ist, erfahren Sie auf der Zielgerade unseres Tests!
In der Welt von Blur dreht sich alles um Power-Ups. Nachdem wir uns ins Rennen gestürzt haben, finden wir uns inmitten von 20 (teilweise zu) starken KI-Gegnern wieder, von denen jeder alles für einen Sieg tun würde. Gefahren wird in den Autoklassen A bis D. Entwickler Bizarre Creations hat es geschafft, insgesamt 50 lizensierte Fahrzeuge wie beispielsweise den Audi TT, einen Ford Mustang oder die Dodge Viper ins Spiel zu integrieren. In den Rennen kann es jedoch vorkommen, dass sowohl Sportwagen, als auch Trucks und Geländewagen auf den Strecken sind. Das liegt daran, dass sich das Spiel nach der Leistung des Fahrzeugs richtet und nicht nach dem Fahrzeugtyp. Auf den Strecken sind in unregelmäßigen Abständen acht verschiedene Power-Up-Typen versteckt. Mit unserem Fahrzeug können wir zu Beginn maximal drei davon aufnehmen und sie auf Wunsch auch wieder abstoßen um ein anderes aufzusammeln.
Bei fünf der acht Power-Ups handelt es sich um Waffen, mit denen wir unsere Gegner mit Schmackes von der Strecke befördern können. Bei den anderen Power-Ups handelt es sich um defensive Helferlein. Zum einen können wir einen kurzzeitigen Schild für unser Fahrzeug aktivieren, der vor Angriffen der Gegner schützt, mit einem anderen ein Reparatur-Kit nutzen, mit dem unser ramponiertes Fahrzeug in den Neuzustand versetzt wird. Beim letzten Power-Up handelt es sich um Nitro, welches dem Fahrzeug kurzfristig enormen Vortrieb verleiht, der eventuell über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.
Für die Action, die Blur ausmacht, sind aber natürlich die offensiven Waffen zuständig. Da man besonders zu Beginn dem enorm großen Fahrerfeld hinterhertuckert, muss man sich mittels der eingesammelten Power-Ups Platz verschaffen bzw. versuchen, seine Gegner damit aufzuhalten. Dazu stehen verschiedene Waffen wie zum Beispiel der Stoß oder der Blitz zur Verfügung. Das Stoß-Power-Up sucht sich eigenständig einen voranfahrenden Gegner und schüttelt diesen gewaltig durch. Mit dem Blitz muss man selbst auf einen Gegner zielen. Die Mine kann man - sofern man von hartnäckigen Gegnern verfolgt wird - einfach fallen lassen. Mit dem Abräumer lassen sich Gegner in unmittelbarer Umgebung von der Strecke blasen. Das Schock-Power-Up dient dazu, die Spitze des Feldes aufzuhalten. Nach Aktivierung schlagen mehrere Blitze vor den Führungsfahrzeugen ein, was hoffentlich dazu führt, dass die Top-Fahrzeuge hindurch fahren und kurzzeitig aufgehalten werden. Die Angriffe von Gegnern lassen sich außerdem mit Power-Ups aufhalten. Einen Stoß-Angriff kann man beispielsweise durch das punktgenaue Absetzen einer Mine abwehren oder aber mit dem Nitro-Boost entgehen. Von Gegnern platzierte Mienen können zum Beispiel mit dem Blitz- oder dem Abräumer-Power-Ups beseitigt werden. Durch die Power-Ups kann man sich in den Blur-Rennen seiner Position nie wirklich sicher sein. Und glaubt uns: Am schwersten hat man es in Führung liegend, denn die KI ist absolut unbarmherzig.



