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Was Sie für 3D-Fernsehen im heimischen Wohnzimmer benötigen

Spätestens seit James Camerons Kinoblockbuster Avatar ist rund um den Globus das 3D-Fieber ausgebrochen. Der Hype beschränkt sich allerdings nicht nur auf die große Leinwand, sondern soll nach Wunsch der TV-Hersteller auch so schnell wie möglich in die heimischen Wohnzimmern Einzug halten. Nach dem HDTV kommt nun also schon die nächste Technologiewelle auf Sie zu. Wer von Anfang an mit dabei sein möchte und verschmerzen kann, dass es bislang noch kaum Inhalte für den heimischen 3D-Filmeabend gibt, muss noch tief in die Tasche greifen. Grund: 3D-Filme lassen sich mit den meisten, oft gerade erst neu angeschafften, HDTV-Geräten nicht wiedergeben. Ganz egal ob HD-ready oder Full-HD, mindestens 3D-ready muss auf dem Gerät stehen, damit es auch mit der dritten Dimension klappen kann. Die meisten Hersteller wie Philips, Sony, Panasonic und Samsung haben bereits ein erstes Angebot an 3D-fähigen TV-Geräten in den Handel gebracht. In den kommenden Monaten folgen weitere Modelle.
Die Preise für 3D-fähige TV-Geräte beginnen bei etwa 1.400 Euro und reichen bis zu mehreren Tausend Euro für Großbild-Geräte der Top-Hersteller. Man sollte sich allerdings gut überlegen, ob man mit dem günstigsten 3D-ready-Gerät in die Technologie einsteigt. 3D-ready-Geräte müssen nämlich nachträglich aufgerüstet werden, um auch tatsächlich Blu-ray-Filme in 3D genießen zu können. Nötig sind dann noch die entsprechenden 3D-Brillen sowie ein Sender, der von dem dem TV-Gerät aus mit den 3D-Brillen kommuniziert. Die Kosten für solch ein Nachrüstpaket können sich für zwei Personen (2 Brillen und Sender) schnell auf 300 Euro und mehr belaufen. Hier sollte man also überlegen, ob man das Geld nicht lieber in ein Gerät investiert, welches den Infrarotsender bereits integriert hat.
3D-Brille ist nicht gleich 3D-Brille
Wie so oft kochen die meisten Hersteller “ihr eigenes Süppchen”, wenn es um das Zubehör für ihre 3D-TV-Geräte geht. Dazu sei jedoch zunächst etwas zur 3D-Technik erklärt: Mittels Stereoskopie erhalten Filme und TV-Übertragungen eine Tiefenwirkung (den 3D-Effekt). Auf dem 3D-Fernseher werden einzelne Bilder (”stereos- kopische Halbbilder) paarweise für das linke sowie das rechte Auge getrennt und im Wechsel angezeigt. Die sogenannte Shutter-Brille ist dafür zuständig, jeweils das richtige Bild für das richtige Auge sichtbar zu machen und für das andere auszublenden. Dazu werden die Flüssigkristall-Displays der Shutter-Brille abwechselnd transparent und undurchsichtig geschaltet. Der Nutzer bekommt davon nichts mit. Nun ist es jedoch so, dass nicht jede 3D-Brille mit jedem 3D-TV zusammenarbeitet und man daher noch gezwungen ist, auf die Brillen des TV-Herstellers zurückzugreifen. Bei verschie- denen Herstellern (Brille und TV-Gerät) kann es durch mangelnde Synchronisation zu Störungen kommen. Bis es zuverlässige, herstellerübergreifende Lösungen gibt, sollte man also zur Sicherheit die Brille vom selben Hersteller wählen wie das TV-Gerät. Nimmt man übrigens die Brille ab, erkennt man mit bloßem Auge nur ein verschwommenes Bild auf dem Fernseher. Sämtliche angebotenen 3D-fähigen TV-Geräte sind jedoch in der Lage, sowohl 2D- als auch 3D-Bilder anzuzeigen.
3D Blu-ray-Player und die PlayStation 3
Möchte man hochaufgelöste Filme in 3D genießen, bleibt aktuell nur die Möglichkeit zu einem 3D-fähigen Blu-ray-Player zu greifen. Das Angebot an 3D Blu-ray Discs ist jedoch noch recht überschaubar. Momentan befindet sich lediglich eine waschechte 3D Blu-ray Disc (”Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen”) im Handel. Weitere sollen jedoch in Kürze folgen. 3D-TV-Übertragungen gibt es bislang noch nicht, jedoch laufen bei Pay-TV-Anbietern wie Sky bereits erste Tests. Mit einem Start ist jedoch in diesem Jahr wohl nicht mehr zu rechnen. Die ersten 3D-fähigen Blu-ray-Player sind bereits auf dem Markt erhältlich. Andere lassen sich per Firmware-Update 3D-fähig machen. Der prominenteste Kandidat ist Sonys Spiel- konsole PlayStation 3, die nicht nur über einen integrierten Blu-ray-Player verfügt, sondern auch mit einem kostenlosen Firmware-Update fit für das 3D-Zeitalter gemacht wurde.
Mit der PlayStation 3, die für rund 250 Euro im Handel erhältlich ist, erhält man neben dem 3D-fähigen Blu-ray-Player auch noch eine vollwertige Spielkonsole samt Online-Zugang. Mit der PlayStation 3 ist außerdem 3D-Gaming möglich. So können Sie Spiele ganz neu auch in der dritten Dimension erleben. Reine 3D-Blu-ray-Player sind ebenfalls ab etwa 250 Euro erhältlich. Sony bietet bereits komplett 3D-fähige Heimkinosysteme inklusive 3D-Blu-ray-Player, Surround-Boxen und WLAN an. Ein Beispiel ist Sonys BDC-E370 5.1. 3D Blu-ray Heimkinosystem, welches ab rund 400 Euro erhältlich ist und bis auf das TV-Gerät und die 3D-Brillen alles beinhaltet, was man für den Einstieg in die 3D-Welt benötigt.




Nicht nur Filme, sondern auch Spiele lassen sich mit Hilfe von Sonys Spielkonsole PlayStation 3, einem 3D-fähigen TV-Gerät und 3D-Brillen auf eine ganz neue Art und Weise erleben. (Foto: © Samsung)
3D-Brillen sind nicht automatisch mit jedem 3D-fähigen TV-Gerät kompatibel, daher sollten Brille und Fernseher für einen garantiert störungsfreien Ablauf vom selben Hersteller kommen. (Foto: © Sony)
Sonys Spielkonsole PlayStation 3 kann neben herkömmlichen Spielen und Blu-ray Discs auch 3D-Spiele, 3D Blu-ray Discs abspielen und bietet sich daher als günstige Option zum Einstieg in die 3D-Technologie an. (Foto: © Sony)