Laut einer Studie von amerikanischen Wissenschaftlern entscheidet das Gehirn darüber, ob man ein guter Videospieler ist oder nicht.
Werden Sie in Videospielen regelmäßig von ihren Gegnern geschla- gen? Vielleicht hat das gar nichts mit den Fähigkeiten des Gegners zu tun, sondern mit der Tatsache, dass Sie einfach mit einem zu kleinen Striatum, einer Region des Gehirns, die für das Lernen und das Abrufen von Gewohnheiten verantwortlich ist, ausgestattet. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Studenten, die mit einem großen Striatum gesegnet sind, viel schneller ein anspruchs- volles Videospiel erlernen und spielen können, als ihre Kollegen mit einem kleinen Striatum. Die Probanden mit dem großen Striatum waren zudem besser darin, die richtigen Prioritäten zu setzen.
Alle Probanden mussten 300 Runden mit einer Dauer von je 3 Minuten spielen. Laut den Wissenschaftlern kann also gesagt werden, dass Menschen mit einem großen Striatum Spiele schneller erlernen und komplexe Strategien effektiver anwenden können, als Menschen mit einem kleinen Striatum. Getestet wurden die Probanden an dem Arcade-Klassiker Space Forttress. In Space Fortress müssen Spieler mit ihrem Schiff eine Festung einnehmen und dabei auf herumfliegende Gegner aufpassen, da das eigene Schiff über keine Bremse verfügt. Das Spiel wird seit Jahren von Wissenschaftlern für das Testen des Erinnerungsvermögens, motorischer Fähigkeiten und Lerngeschwindigkeit eingesetzt und kommt sogar bei des U.S. Air Force und der israelischen Luftwaffe zum Einsatz. Als nächstes möchten die Forscher der Frage auf den Grund gehen, ob das Spielen von Videospielen die Größe oder Funktion des Striatums beeinflusst. (mh)