Die ARD wird sich nicht an den Kosten für die HDTV-Einspeisung bei Kabel Deutschland beteiligen, teilte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust mit.
Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust hat in einem Interview mit dem Digitalmagazin klargemacht, dass sich der Sender nicht wie von Kabel Deutschland gefordert, an den Kosten für die Einspeisung der öffentlich-rechtlichen HD-Programme beteiligen werde. Damit gibt es nur wenige Wochen vor der Aufnahme des Regelbetriebs von Das Erste HD und ZDF HD immer noch keine Einigung zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Kabelnetzbetreiber. Laut Boudgoust stehe das HD-Signal allen Kabelnetzbetreibern kostenlos zur Verfügung.
Er kritisierte auch die gängige Praxis, dass sich die Kabelnetz- betreiber die Einspeisung sowohl von den Kunden als auch von den Sendeanstalten bezahlen lassen. Er bezeichnet dies als “ein Relikt aus der analogen Zeit” und hält die Entgelte für ein “Auslaufmodell”. Kabel Deutschland hatte Ende Dezember kritisiert, dass die Einspeisung von HD-Signalen höhere Kosten verursache, die schließlich von den Kabelkunden getragen werden müssten. Ob bis zu den Olmypischen Winterspielen in Vancouver, die von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in HDTV übertragen werden, eine Einigung erzielt wird, ist unklar. (mh)