Die Eckdaten zu unserem Test:
  • Getestetes Spiel: Blue Toad Murder Files
  • Getestete Plattform: PlayStation 3
  • Veröffentlichung: 17.12.2009
  • Publisher: Sony Computer Entertainment

Im Test: Blue Toad Murder Files (PS3)

Im Test: Blue Toad Murder Files (PS3)

In dem kleinen, englischen Dorf Little Riddle geschehen mysteriöse Dinge, die von den Blue Toad Detectives aufgelöst werden müssen.
In dem kleinen, englischen Dorf Little Riddle geschehen mysteriöse Dinge, die von den Blue Toad Detectives aufgelöst werden müssen.

Der britische Buzz!-Macher Relentless Software möchte pünktlich zum Weihnachtsfest mit dem Episodenspiel Blue Toad Murder Files Krimi-Fans vor die Konsole locken. Als einer von vier Detektiven der Blue Toad Agency reist man in ein kleines, typisch britisches Dorf namend Little Riddle, um dort einen mysteriösen Mord aufzuklären, der bei der Anreise noch gar nicht geschehen ist. Bis zu vier Spieler können im kooperativen Mehrspieler-Modus miteinander um die Wette rätseln. Zur Auswahl stehen die vier Charaktere Lambert Vandenbosh, einer der ersten Detektive der Blue Toad Detektei, die Oma-Figur Miss Marjorie Maple, die eine der gefürchtetsten Detektive Großbritanniens ist, die blonde Junior-Detektivin Hannah Dakota und der brillante Detektiv Richard “Dick” Dickens. Neben dem Mehrspieler-Modus ist es auch möglich, mit einem einzelnen Detektiv auf die Reise nach Little Riddle zu gehen. Dabei ist es ganz egal, welchen Charakter man wählt, denn die Story ist immer exakt gleich. Episode 1 der Blue Toad Murder Files beginnt damit, dass kurz nach der Ankunft im Beisein des ausgewählten Charakters der Bürgermeister erschossen wird. Schon bald stellt sich heraus, dass es vier Verdächtige gibt, die für den Tod des mächtigsten Mannes von Little Riddle verantwortlich sein könnten. Nun gilt es herauszufinden, wer den hinterhältigen Anschlag verübt hat.

Im Test: Blue Toad Murder Files (PS3)

Die Ermittlungen der Detektive bestehen vor allem aus Gesprächen mit verschiedenen Einwohnern von Little Riddle, darunter natürlich auch die vier verdächtigen Personen. Die Dialoge sind komplett vorgegeben, sie werden automatisch abgespult, sobald man den Ort gewählt hat, zu dem man als nächstes springen möchte. In jedem Gespräch stellt sich eine Aufgabe oder ein Rätsel, das verschiedenen Zwecken dient. So muss man z.B. der Wirtin des örtlichen Pubs beim Anschluss der neuen Bierfässer helfen, was die Stammgäste wieder anlockt in der Hoffnung von ihnen weitere Informationen zu erhalten. Die insgesamt 12 Rätsel, die sehr abwechslungsreich und von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sind, müssen in einer bestimmten Zeit gelöst werden. Schafft man das und löst das Rätsel auch noch fehlerfrei, erhält man eine Gold-Plakette, bei einem Fehler oder zu langer Ratedauer eine Silber- oder Bronze-Plakette. In regelmäßigen Abständen wird außerdem die Aufmerksamkeit und das Kurzzeitgedächtnis des Spielers überprüft, der dazu verschiedene Fragen beantworten muss, die sich auf die Gespräche mit anderen Figuren beziehen.

Im Test: Blue Toad Murder Files (PS3)

Etwas schade ist, dass dieses familienfreundliche Spiel nur in englischer Sprache verfügbar ist. Trotz der möglichen Untertitel (ebenfalls englisch) kann man zwar mit entsprechenden Grund-Sprachkenntnissen dem Verlauf relativ leicht folgen, doch einige Gags und vor allem manche Rätsel könnten gerade für jüngere Spieler durch die Sprachbarriere unlösbar sein. Aber selbst wir mussten in einem Rätsel beinahe kapitulieren, als es darum ging, die Beschreibung eines bestimmten Gegenstands aus dem (akustisch dargebotenen) Monolog einer alten Dame herzuleiten. Sie zu verstehen ist nahezu unmöglich. Für einen solchen Fall besteht die Möglichkeit aufzugeben, die Lösung wird dann im Anschluss aufgezeigt. Den Entwicklern zufolge war es zu aufwändig, die Rätsel je nach Land des Spielers sprachlich anzupassen, eventuell sollen aber im kommenden Jahr zumindest entsprechende Untertitel angeboten werden.