- Getestetes Spiel: Need for Speed: Shift
- Getestete Plattform: PlayStation 3
- Veröffentlichung: 17.09.2009
- Publisher: Electronic Arts
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Im Test: Need for Speed: Shift (PS3)

Über viele Jahre war die Need for Speed-Reihe der Platzhirsch auf dem Rennspiel-Feld. Von Hotpursuit über Underground bis hin zu Most Wanted konnten die Entwickler einen hervorragenden Teil nach dem anderen auf den Markt bringen. Danach folgten mit Pro Street und Undercover zwei Spiele, die der Reihe in keiner Weise mehr gerecht wurden. Mit Need for Speed: Shift soll die Reihe nun zu alter Stärke zurückfinden.
Gameplay
Need for Speed: Shift hat nicht mehr viel mit seinen Vorgängern gemein; es gibt keine illegalen Straßenrennen, keine Verfolgungs- jagden und auch keine Cops mehr. Shift bringt Rennsport dahin, wo er hingehört: auf die abgesperrte Rennstrecke. Damit wildert Electronic Arts in den Jagdgründen der beiden Schwergewichte Forza Motorsport und Gran Turismo. Dabei möchte Shift gar keine pure Simulation sein und bietet mit zahlreichen Fahrhilfen auch einen Anreiz für Gelegenheitsfahrer, die einfach mal zwischendurch eine Runde auf der Nordschleife des Nürburgrings drehen möchten. Über fehlende Motivation kann man sich nicht beschweren: In den Rennen gibt es Geld für neue Fahrzeuge und Zubehörteile zu gewinnen, über Punkte lässt sich das Fahrerlevel in die Höhe schrauben und durch Sternen, mit denen Podiumsplätze und bestimmte Aktionen während der Rennen (z.B. alle Kurven sauber zu nehmen oder die Ideallinie zu treffen) belohnt, lassen sich neue Events freischalten. Damit bietet Shift dem Spieler auch dann eine Belohnung, wenn es mal nicht mit dem erhofften Podium klappen sollte. Das Fahrerlevel lässt sich allerdings bis maximal auf die Stufe 50 aufleveln, die man bei intensivem Spiel schon nach relativ kurzer Zeit erreicht. Danach muss man sich mit den Abzeichen, die es noch nach jedem Rennen zu gewinnen gibt, zufrieden geben.
Im Spiel stehen über 70 Fahrzeuge zur Auswahl, die nach und nach mit dem Geld, das in den einzelnen Events gewonnen werden kann, gekauft werden müssen. Insgesamt gibt es eine ausgewogene Auswahl an Fahrzeugen, an die man jedoch ein wenig zu leicht herankommt. So kann man sich schon nach einigen Stunden Racing dank eines riesigen angehäuften Vermögens selbst die begehrtesten Fahrzeuge in seine Garage stellen und mit sämtlichen Upgrades ausstatten.
Die Stärke von Shift ist das intensive Fahrgefühl, dank Motion-Blur (desto schneller man fährt, desto mehr verschwimmt die Sicht auf das Cockpit) wird die gefahrene Geschwindigkeit gut vermittelt. Leider kommt der Effekt oft ein wenig zu stark zum Einsatz. So verschwimmt die Sicht zum Beispiel oft schon ab 80 km/h. Hat man das Auto bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr unter Kontrolle und kracht in einen Reifenstapel, wird der Kopf des Fahrers für einen Augenblick hin und her geschleudert, die Sicht verschwimmt total, man vernimmt ein Stöhnen und hört das Herz des Fahrers laut schlagen. Besser kann man Crashs eigentlich kaum nachstellen, wenn denn auch das Schadensmodell entsprechend mitspielen würde. Das ist jedoch leider nicht der Fall: Selbst nach einem Crash mit 200 km/h gibt es außer einigen Beulen, einer abgefallenen Motorhaube, zersplittertem Glas und einem leichten Linksdrall kaum einen Effekt auf das Handling des Fahrzeugs. Ein Boxenstop zur Reparatur oder gar ein kompletter Ausfall des Fahrzeugs ist leider nicht möglich.



