- Getestetes Spiel: inFamous
- Getestete Plattform: PlayStation 3
- Veröffentlichung: 29.05.2009
- Publisher: Sony Computer Entertainment
8/10
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Im Test: inFamous (PS3)

Cole, der Einzelkämpfer
Auf die Integration eines Multiplayer-Modus hat Sucker Punch verzichtet. Heiße Blitzduelle auf den Dächern Empire Citys fallen also flach. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn inFamous bietet mit rund 20 Stunden Spielzeit ausreichend Action. Der Anreiz, das Spiel ein zweites Mal einzulegen, ist ebenfalls hoch, schließlich möchte man auch mal die andere Seite der Macht ausprobieren und sehen, wie sich das auf die Stadt auswirkt. Ein weiterer Anreiz ist das Verlangen, alle Stadtteile zu 100 Prozent zu erobern. Dafür muss man alle Nebenmissionen lösen. Und Sucker Punch hat auch noch eine Motivationsbombe ins Spiel eingebaut. Statt wie in GTA IV Tauben abzuknallen, muss man in inFamous 350 Explosions- scherben einsammeln, die nicht weniger gut versteckt sind, wie die Tauben.
Fazit: Gut gemixt! Sucker Punch hat sich offenbar einige der besten Next-Gen-Titel der vergangenen Jahre vorgenommen und aus allen das Beste in inFamous gepackt. Das Moralsystem von Fable 2, das leicht abgespeckte Open-World-Gameplay nach GTA-Rezept und jede Menge Parcour wie in Mirrors Edge. Und es passt einfach. Sucker Punch hat den richtigen Gameplay-Mix in eine herrlich düstere Welt mit Endzeit-Atmosphäre gepackt, an der man selbst etwas ändern kann - wenn man möchte! Action, Angst, trockener Humor - es gibt von allem die genau richtige Dosis. Über den Umstand, dass die Story ein Spätzünder ist und sich einige Missionen hier und da wiederholen, kann man hinwegkommen. Das Fehlen eines Multiplayer-Modus macht bei inFamous angesichts der vielen Anreize, das Spiel erneut in den Schacht der PS3 zu schieben, nichts aus. Die Grafikfehler sind zwar ärgerlich, aber man kann sehr schnell damit leben und ist außerdem auch viel zu sehr damit beschäftig, Coles Kräfte in die richtigen Bahnen zu lenken. (ok)



