- Getestetes Spiel: inFamous
- Getestete Plattform: PlayStation 3
- Veröffentlichung: 29.05.2009
- Publisher: Sony Computer Entertainment
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Im Test: inFamous (PS3)

Die Effekte sind glaubwürdig und weder übertrieben, noch zu lasch umgesetzt. Im Verlauf des Spiels kann Cole immer neue Fähigkeiten erlernen oder mit Hilfe von Erfahrungspunkten, die man mit seinen Aktionen in Empire City verdienen kann, im Menü kaufen. Beschränkt sich zu Beginn sein Repertoire auf einfaches Blitze- schleudern, kann er später beispielsweise auf elektrischen Wellen durch die Lüfte gleiten, mit Schockwellen alles und jeden aus dem Weg befördern oder per Zoom gezielte Stromstöße auf entfernte Ziele abgeben. Auch eine rasante Elektro-Fahrt auf den Gleisen der U-Bahn ist dann kein Problem mehr.
Cole kann mit seinen Elektro-Händen aber nicht nur Stromstöße verteilen, sondern auch heilen oder Gegner und Zivilisten in Fesseln legen. Aber das ist noch nicht alles: Durch die Katastrophe ist Cole auch stärker und athletischer geworden. Er klettert Häuserwände hoch wie nichts. Auch ein Sprung aus dem 20. Stock tut dem Asphalt mehr weh, als Cole. Coles lockere Sprünge von Hochhausdach zu Hochhausdach lassen Erinnerungen an Mirrors Edge wach werden. Beim Einsatz von Coles Kräften muss man keine Angst haben, versehentlich getötet zu werden. Mann muss nicht unbedingt beim Sprung von Dach zu Dach auch das Dach erreichen. Cole kann sich auch weiter unten an einem Fenstersims festhalten und selbst wenn das nicht klappt, schlägt er halt auf dem Boden auf. Manchmal ist es aber auch schwer, einfach von einem Dach zu springen, weil sich Cole immer wieder festhalten will. Hier kommt ein wenig der Eindruck auf, als wäre man nicht Herr von Coles Kräften und würde ein bisschen von dem Spiel bevormundet.
Held oder Schurke?
Statt wie vom Blitzschlag getroffen alles und jeden mit ein paar Stromstößen in seine Elementarteilchen zerlegen zu müssen, hat man in inFamous die Wahl, ob man zum Superhelden oder zum Superschurken werden möchte. Eine ausgewogene Mischung aus Gut und Böse wird hier nicht belohnt. Alle Aktionen des funken- sprühenden Hauptdarstellers wirken sich unmittelbar auf ihn selbst und seine Umgebung aus. Strebt man beispielsweise eine Karriere als Superheld an und tut Gutes, wird das auch entsprechend belohnt, indem man von Zivilisten gelobt, auf Plakaten verewigt und von Fans fotografiert wird.



