Der An- und Verkauf von gebrauchten Konsolenspielen ist auf dem Vormarsch. Der US-Händler GameStop bessert damit seine Kasse auf und auch in Deutschland gibt es einen stetig wachsenden Gebrauchtmarkt. Für die Spieler ist es die Möglichkeit, preiswert an neue Spiele zu kommen oder bereits gespielte wieder in bares Geld zu verwandeln. Für Publisher bedeutet der Handel mit gebrauchten Spielen natürlich weniger Einnahmen. Daran, dass es mittlerweile einen blühenden Gebrauchtmarkt für Konsolenspiele gibt, ist nicht der Spieler sondern die Preise für Konsolenspiele, die auch gerne schon mal jenseits der 60 Euro liegen, schuld. Spiele müssen entwickelt werden, keine Frage. Die Entwicklungskosten sind hoch. Dennoch haben in der heutigen Zeit immer weniger Leute das Geld für den Luxus, sich jedes neue Spiel unmittelbar nach dessen Release kaufen zu können.
Publisher Take-Two ist von dem Gebrauchtmarkt “frustriert”, sagt Analyst Doug Creutz nach einem Meeting mit Take-Two CEO Ben Fender. “GameStop macht weiter damit, den Gebrauchtmarkt für Spiele anzutreiben, was einen spürbar negativen Effekt auf den Verkauf von neuen Konsolenspielen hat”, sagt Creutz. “Das Management ist von diesem Trend sehr frustriert und überprüft Wege um das Probleme beseitigen zu können.”
Laut Creutz möchte man das aber wohl nicht mit irgendwelchen Kopierschutz-Methoden oder gar Verkaufsverboten erreichen (was wahrscheinlich sowieso wenig Erfolg haben würde), sondern mit mehr Inhalten in den Spielen. Es soll mehr Online-Features und Download-Inhalte geben, “um die Lebensspanne eines AAA-Titels zu verlängern”. (ok)