- Getestetes Spiel: Lips
- Getestete Plattform: Xbox 360
- Veröffentlichung: 21.11.2008
- Publisher: Microsoft
7/10
Im Test: Lips (Xbox 360)

Wem die rund 40 mitgelieferten Songs und die Möglichkeit, unendlich eigene Songs zu importieren nicht genügt, der kann weitere über den Marktplatz ordern, der auch gleich in das Menü von “Lips” integriert wurde. Ähnlich wie bei “Rock Band” oder “Guitar Hero” kann man hier einzelne Songs für umgerechnet 1,92 Euro kaufen. Microsoft verspricht für die Zukunft ein reichhaltiges Angebot. Aktuell ist selbiges allerdings noch sehr überschaubar.
Fazit: Microsoft hat versucht mit “Lips” eine Alternative zu Sonys “SingStar”-Reihe” zu schaffen und auch endlich ein Karaoke-Spiel für die Xbox 360 auf den Markt zu bringen. Man hat es aber nicht so richtig geschafft. Ob es nun am Zeitdruck lag, noch vor dem Weihnachtsgeschäft ein lukratives Partyspiel für die Xbox 360 auf den Markt bringen zu müssen, oder an der Angst davor, den Konkurrenten von Sony zu sehr zu kopieren, wissen wir auch nicht. Die Ansätze von Microsoft sind vielversprechend, die Songauswahl gut und die mitgelieferte Hardware überzeugt.
“Lips” mangelt es jedoch an eigentlich selbstverständlichen Features wie der Möglichkeit, einen Schwierigkeitsgrad auszuwählen. So ist es selbst sehr unerfahrenen Sängern möglich, das Spiel mit einer Gesangsleistung, die nur schwer für die Outtakes von “DSDS” reichen würde, erfolgreich zu meistern. Erfahrene Sänger werden hingegen kaum gefordert. Auch bei den Community-Features hat man gespart und nicht alle Möglichkeiten der Xbox 360 genutzt. Würde man das nachholen, könnte “Lips” es tatsächlich mit “SingStar” aufnehmen. Trotz der Defizite dürfte “Lips” auf so mancher Party für ausreichend Spaß sorgen. Den meisten Spaß macht es im Multiplayer. (ok)



