Wie digitalfernsehen.de unter Berufung auf das Branchenportal “VDI Nachrichten” berichtet, soll es zukünftig möglich sein, in den Studios HDTV-Content mit bis zu 3 GB/s zu verteilen. Diese Signale müssten komprimiert werden, damit sie überhaupt zum Zuschauer übertragen werden können, dem Bericht zufolge knapp 4 MBit/s. Auch jetzt gibt es schon einige Studiokameras wie z.B. die “HDC-1500″ von Sony oder die “LDK 8000 Elite” von Thomson, die HDTV in der höchsten Auflösung (1920×1080p) aufnehmen können, ohne dabei den Zeilensprung mitaufzuzeichnen, der Artefakte verursacht. Mit diesen beiden Modellen ist es möglich, das aufgenommene Bild bis zur Weiterbearbeitung in höchster Qualität direkt und unkomprimiert weiterzuleiten. Nach der Einschätzung von Ray Baldock, Chief Technology Officer von Thomson-Grass Valley in Nevada, wird der Studiostandard für die nächsten 2-3 Jahrzehnte 1080p/50 bzw. 60 sein. Erste Anfragen für Studioumrüstungen ab 2010/2011 soll es dem Bericht zufolge bereits geben. Schon jetzt erwägen einige Broadcaster die frühzeitige Investition in 3G, gleichzeitig wird mit der Entwicklung von Geräten für die neue Technologie begonnen. Claus Pfeifer (Technical Product Management bei Sony Deutschland) erklärte, dass man demnächst bei BSkyB mit dem Studiobau mit 3G-Technik beginnen wird und auch ESPN will zukünftig in den USA “in 1080p/60 produzieren”. (mh)